Die weine

die kunst der verkostung

Den Korken knallen lassen

Den Korken knallen lassen

Auf dem 1735 entstandenen berühmten Gemälde ""Déjeuner d’huîtres"" von Jean-François de Troy ist das Entzücken der Gäste, angesichts des aus der Champagnerflasche hervorströmenden Schaums und des wie eine Rakete davonschießenden Korkens dargestellt. „Da fliegt er heraus, wir lachen; er knallt gegen die Decke“, schreibt 1736 Voltaire voller Begeisterung in Le Mondain, einige Jahre nach der Gründung des Hauses Ruinart.

Seither haben Champagnerliebhaber die Zähmung des unbändigen Korkens zu einer wahren Kunst erhoben: die Agraffe lösen, den Korken behutsam, mit sicherer Hand und wenig Druck, langsam aber stetig befreien. Das Geheimnis dabei? Nicht zu viel Kraft, dafür umso mehr Fingerspitzengefühl und vor allem die Flasche drehen, nicht den Korken...

Was ist nun besser? Die explosive oder eher maßvolle Art: Beide haben ihre Berechtigung. Dies ist wohl vor allem eine Frage des Geschmacks und der Stimmung, in der Sie gerade sind.

Aufbewahrung der Cuvées Ruinart

Cuvées ohne Jahrgang:
Sie sind fruchtig, frisch und aromatisch und sollten jung getrunken werden. Eine Lagerung zu Hause empfiehlt sich nicht länger als 2 bis 3 Jahre.

Bitte beachten: Das Glas der Ruinart Blanc de Blancs Flaschen ist durchsichtig, damit der Chardonnay besser zur Geltung kommt. Damit sein Aroma unversehrt erhalten bleibt, sollte der Wein sowohl vor künstlichem als auch natürlichem Licht geschützt gelagert werden.

Die Cuvées Dom Ruinart:
Dank des Ursprungs ihrer Trauben – ausschließlich Grand Crus – verfügen sie über ein hohes Reifungspotenzial, vorausgesetzt, sie lagern unter optimalen Bedingungen im Hinblick auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht. Dann zeigen 10 bis 20 Jahre eine hervorragende Entwicklung.

Der Wein entwickelt dann Noten von Toast und intensiviert seine ursprünglichen Aromen. Sein aromatisches Profil entwickelt sich im Laufe der Jahre weiter. Letzten Endes ist es eine Frage des Geschmacks. Eines aber steht fest: Ein Cuvée Dom Ruinart ist schon zu dem Zeitpunkt exzellent, an dem Sie ihn erwerben.

Bei welcher Temperatur

Seit dem Aufkommen der perlenden Champagnerweine zu Beginn des 18. Jahrhunderts werden diese kalt getrunken, und zwar zwischen 6 und 8 Grad. Mehr als ein Jahrhundert lang wurden Ruinart Flaschen in Silber- oder Porzellanschalen serviert, die mit Wasser und Eis gefüllt waren. Das Eis wurde im Winter gesammelt und in einem Eiskeller aufbewahrt.

Um 1830 kam es in Mode, den Champagner frappé zu trinken: sehr kalt bei 2 oder 3 Grad. Allerdings wurde der Wein zur damaligen Zeit stark gesüßt. Durch das Kühlen wurde sein zuckriger Geschmack gemildert. Die Flasche wurde in einem Behälter serviert, der Eis, aber kein Wasser enthielt. Manchmal steckte sie auch bis zum Hals in einer Mischung aus zerstoßenem Eis und Pottasche.
Heute ist man zum Brauch der frühen Liebhaber des perlenden Weins zurückgekehrt und genießt den Champagner bei einer Temperatur zwischen 6 und 9 Grad.

Coupe oder flûte

Die Champagnerschale ist flach, rund und hat einen kurzen Stiel; sie ähnelt einer Seerose. Die Flöte dagegen hat die Form einer Tulpe, schlank, schmal und langgestreckt. Aufgrund der großen Fläche, die in Kontakt mit der Luft kommt, verliert in der Schale servierter Champagner rasch seine Perlage. Die Schale war vor hundert Jahren sehr beliebt. Damals gehörte es zum guten Ton, Champagner ohne Perlen zu trinken.

Durch ihre enge Öffnung bewahrt die Flöte die Spritzigkeit und das Bouquet des Champagners. Es gab diese auch schon früher, aber die breitere Schale wurde erst 1930 verdrängt. Seither wird die Flöte klar bevorzugt, obwohl man in Frankreich noch immer „Une coupe !“ sagt, wenn man in einer Bar Champagner bestellt. Ruinart verwendet auch gerne gute Weingläser, in denen sich die Aromen entfalten können wie in keinem anderen Trinkgefäß.

Kühler mit Eiß oder Kühlschrank

Nichts kommt dem kultivierten Ritual rund um den mit Eis und Wasser gefüllten Kühler gleich. Die Tradition gibt vor: 30 bis 50 % Eis, der Rest Wasser. Nach 20 Minuten hat der Champagner die perfekte Temperatur. Wenn es schneller gehen soll, können dem Wasser zwei Handvoll grobes Salz zugefügt werden.

Falls weder ein sehr kühler Keller noch ein Kühler zur Verfügung stehen, kann man sich natürlich auch mit dem Kühlschrank behelfen, wobei die Kältezone zu wählen ist, die der gewünschten Temperatur entspricht. Die Flasche sollte liegend gelagert werden, um Temperaturunterschiede zwischen dem oberen und unteren Bereich zu vermeiden. Etwas Vorausschau ist allerdings nötig: Rechnen Sie mindestens zweieinhalb Stunden für eine Flasche und noch länger, wenn Sie mehrere Flaschen kühlen wollen. Am besten haben Sie immer eine Flasche im Kühlschrank vorrätig.

Das Gefrierfach ist übrigens unbedingt zu vermeiden. Nicht nur, dass es länger dauert, bis der Champagner kühl genug ist (40 Minuten) – es besteht darüber hinaus auch die Gefahr, dass die Flasche explodiert.

Sabler oder sabrer

Was bedeutet sabler? In den Wörterbüchern des 18. Jahrhunderts findet man folgende Erklärung: in einem Zug austrinken, herunterstürzen. Reichlich trinken, ergänzen die des 19. Jahrhunderts. Und sabrer? Eine Flasche Champagner mit einem Säbel zu„köpfen“. Der Brauch geht auf die Husaren der napoleonischen Garde zurück, die den Korken mit einem eleganten, verwegenen Schlag - mit der stumpfen Seite der Klinge herausspringen ließen, wenn es einen Sieg zu feiern gab. Zahlreiche Flaschen Ruinart sind so auf dem Ehrenfeld gefallen. Der Brauch ist erhalten geblieben und gleichbedeutend mit ausgelassenem Festefeiern und schneidigem Auftreten.

Art de vivre auf Französisch

Art de vivre auf Französisch

Das Champagnerhaus Ruinart wurde 1729 gegründet und somit zu einer Zeit, als in Frankreich eine neue "art de vivre" entstand. Im vorhergehenden Jahrhundert hatte der Sonnenkönig Ludwig XIV. eine Kultur des Pomps und der Pracht geschaffen. Das Jahrhundert, in dem die Maison Ruinart gegründet wurde, war hingegen von einer Kultur des Geschmacks bestimmt, die alles Elegante, Raffinierte, Leichte, Geistreiche, Feinsinnige und Seltene schätzte und sich ganz dem sinnlichen und geistigen Genuss verschrieben hatte. In dem perlenden Wein findet dieses goldene Zeitalter seinen vielleicht schönsten Ausdruck, bietet er doch Kennern und den glücklichen Wenigen Gelegenheit, einige außergewöhnliche Momente zu genießen. Es war die Atmosphäre der Raffinesse, in der Ruinart seine ersten Erfolge feiern konnte. Der Goût Ruinart war geboren. Seither hat jede aus der Maison Ruinart hervorgegangene Cuvée das Versprechen der "art de vivre à la française" eingelöst.

ENTDECKEN MAISON RUINART

Ruinart auf dem

Ruinart auf dem

Tisch des Fürsten de Ligne

Es ist keine Überraschung, dass zu den Kunden des Hauses Ruinart auch der Fürst de Ligne zählte.
Der Soldat, Diplomat und Mann von Welt Fürst Charles-Joseph de Ligne (1735 -1814), der an jedem Hof Europas verkehrte, schätzte vor allem sinnliche und geistige Vergnügungen. Er ist damit die perfekte Verkörperung, des aristokratischen, sehr geschmackssicheren Klientel des 18. Jahrhunderts, die in Ruinart den Wein fand, der für ihre Gaumen wie geschaffen war.

blanc de blancs
kollektion

blanc de blancs

von Hubert Le Gall

Der Künstler und Bühnenbildner Hubert Le Gall kreierte die neue limitierte Edition für den Ruinart Blanc de Blancs. Goldene Linien in verschiedenen Stärken fließen über das reine Weiß der Schatulle. Ein symbolischer Zeitstrahl, der durch das Öffnen der Box unterbrochen wird. Eine Hommage an die hell glänzende Schönheit des Chardonnay, die Rebsorte dieser Cuvée. Ruinart Blanc de Blancs ist von außergewöhnlicher Frische und verbindet auf subtile Art und Weise Eleganz und Leichtigkeit.

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